Das Ziel der Schäferhundezucht

the-aim-of-the-shepherd-dog-breedDer Verein für Deutsche Schäferhunde ist der Dachverband der Schäferhundzüchter, und der SV OG Heiligenwald ist eine der vielen lokalen Ortsgruppen. Der Verein hat eine lange Tradition und wurde 1899 gegründet, mit Max von Stephanitz als erstem Vorsitzenden. Zu dieser Zeit war das wesentliche Vereinsziel die Ausbildung der Hunde zu dem, was ihnen ihren Namen gegeben hat: Schafe zu hüten. Neben der Ausbildung hatte man aber auch ein Augenmerk auf die Zucht. Heute sind über 2 Millionen Schäferhunde im Zuchtbuch des Vereins eingetragen. Das Leitbild ist “Schäferhundezucht ist Gebrauchshundezucht”, es geht also nicht darum nach Schönheit oder bestimmten äußeren Merkmalen zu züchten, sondern nur darum, dass der Hund seine Aufgabe erledigen kann. Schnell sah man ein, dass es notwendig ist, sich vor allem um die Selektion der Hündinnen zu kümmern. Bald wurde die Ausbildung der Hunde auch breiter angelegt, und sie wurden als Gebrauchshunde auch in den beiden Weltkriegen eingesetzt. Bei diesen Einsätzen verloren viele ihr Leben. Noch heute haben Polizei und Armeen auf der ganzen Welt Schäferhunde im Einsatz.

Schon von Stephanitz achtete darauf, dass nur reine Rassen gezüchtet werden und beachtete auch die Mendelschen Vererbungsregeln, um Inzucht zu vermeiden und nur die besten Eigenschaften weiter zu geben. Heute hat der Verein für Schäferhunde klare Zuchtregeln aufgestellt, die unter anderem von den 2000 Ortsvereinen überwacht werden. In Deutschland gibt es etwa 250.000 SV-eingetragene deutsche Schäferhunde, jedes Jahr kommen etwa 20.000 Welpen hinzu. Zur Zuchtordnung gehört zum Beispiel, dass eine Hündin mindestens 20 Monate alt sein muss, bevor sie das erste Mal gedeckt werden kann. Hündinnen dürfen in Deutschland nicht häufiger als 60 Mal gedeckt werden. Bei der Auswahl der Elterntiere ist darauf zu achten, dass man dem Grundsatz ” Die Qualität der Nachkommen muss besser sein als die der Eltern” gerecht wird. Wichtig ist auch, dass Züchter über die finanziellen Bürden Bescheid wissen: Angefangen von Tierarztkosten über Blutuntersuchungen bis zu Eintragungen in die Register.

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